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Kunststoffrezyklate im Einsatz

Laminierte Tuben mit LDPE-Rezyklat

Innovation bei fexiblen Verpackungen: Laminierte Tube von Huhtamaki Flexibles Packaging Europe mit 19% Mersalen® LDPE-Rezyklat der APK.
Innovation bei fexiblen Verpackungen: Laminierte Tube von Huhtamaki Flexibles Packaging Europe mit 19% Mersalen® LDPE-Rezyklat der APK. [Source: Huhtamaki]

Huhtamaki Flexible Packaging Europe setzt für flexible Verpackungen und insbesondere für die Anwendung laminierter Tuben anteilig das LDPE-Rezyklat von AKP ein. „Wir konnten kürzlich erste Mengen an Kunststoff-Rezyklaten in einem unserer standardmäßigen Kunststoff-Barriere-Laminate für Tuben verarbeiten“, teilt Thomas Stroh Forschungs- und Entwicklungsmanager bei Huhtamaki Flexible Packaging Europe mit. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zu den EU-Recyclingzielen im Segment der flexiblen Verpackungen.“

Das verwendete Polyethylen (PE)-Rezyklat stammt von dem Merseburger Recyclingunternehmen APK AG und wird unter dem Namen Mersalen® vermarktet. Das Material wird mit Hilfe der lösemittelbasierten Newcycling®-Technologie der APK aus komplexen Mehrschichtfolien-Abfällen aus Polyethylen und Polyamid gewonnen. Diese Abfallströme sind mit den meisten herkömmlichen, mechanischen Recyclingprozessen nur schwer bis gar nicht verwertbar. „Die Qualität und Reinheit unserer LDPE-Rezyklate entspricht nahezu Neuware. Daher kann Mersalen® in einer großen Bandbreite von Verpackungslösungen eingesetzt werden,“ kommentiert Florian Riedl, Direktor Business Development bei APK.

Die neue Tube, hergestellt mit dem Laminat von Huhtamaki, besteht zu 19% aus Mersalen® und die Funktionalität ist nahezu identisch zu den Eigenschaften der herkömmlichen, ausschließlich aus Neuware produzierten, Tube, wie die Unternehmen versichern. Aufbauend auf diesem ersten Schritt verfolgt das Forschungs- und Entwicklungsteam der Huhtamaki Flexible Packaging Europe ehrgeizige Ziele. Der Rezyklat-Anteil der Laminattube soll weiter vergrößert und Rezyklate aus verschiedenen Abfallströmen getestet werden.

Mit Blick auf die verschiedenen Rohstoffquellen für Kunststoffrezyklate liegt das Hauptaugenmerk der Branche auf post-consumer Abfällen. Darüber hinaus gibt es relevante Mengen an post-industriellen Kunststoffabfällen, die ebenfalls rezykliert werden müssen, wenn eine wirkliche Kreislaufwirtschaft das allgemeine Ziel ist. Kunststoffrezyklate aus post-industriellen Abfällen stellen eine wertvolle Ergänzung zu Rezyklatmengen aus post-consumer Abfällen dar und ermöglichen der Kunststoff- und Verpackungsbranche, die ehrgeizigen Ziele der EU-Kunststoffstrategie bis 2030 zu erreichen.

LDPE-Rezyklate, die ausschließlich aus post-consumer Kunststoffabfällen gewonnen wurden und für Lebensmittel- oder Kosmetikverpackungen, die eine Lebensmittelkonformität verlangen, geeignet sind, sind derzeit noch nicht am europäischen Markt verfügbar. Huhtamaki Flexible Packaging Europe und APK arbeiten eng zusammen, um diese Aufgabe zu lösen.

st

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