Informationen aus der Verpackungsbranche
Für blickdichte Etiketten war der Markt, laut Herma, bislang begrenzt: Entweder war die Auswahl an entsprechend eingefärbten Etikettenmaterialien sehr klein oder ein eingefärbter Klebstoff war erforderlich. Diese aber können in ihren Eigenschaften variieren und sind zumeist für Lebensmittelkontakte ungeeignet, was die Anwendbarkeit einschränkt.
Dank der Herma Mehrschichttechnologie soll damit nun Schluß sein; mit dieser sollen sich laut Hersteller meisten Etikettenmaterialien opak gestalten lassen, ohne dass dies Auswirkungen auf die Haftungseigenschaften des Klebers habe und zudem eine hohe Migrationssicherheit eingehalten wird. Unter der Bezeichnung HERMAperfectOpaque wird das neue Haftklebersortiment auf der LabelExpo 2017 in Brüssel vorgestellt.
„Das Prinzip, den Klebstoff einzufärben, ist grundsätzlich nicht neu“, erläutert HERMA Entwicklungschef Dr. Ulli Nägele. „Der übliche Einsatz von Ruß veränderte bei konventionellen, einschichtigen Haftklebstoffen jedoch unweigerlich dessen Haftungseigenschaften. Bislang war es auch undenkbar, dass ein so eingefärbter Haftkleber ein Zertifikat für den direkten Lebensmittelkontakt erhält. Bei der Mehrschichttechnologie färben wir nur die Zwischenschicht ein, und zwar mit einem neuartigen Pigment, das für den direkten Lebensmittelkontakt geeignet ist. Die Klebstoffschicht, die unmittelbar auf das Substrat wirkt, bleibt unverändert.“
Herma auf der LabelExpo 2017 in Brüssel: Halle 5, Stand C14
Die HERMA GmbH mit Hauptsitz in Filderstadt ist Produzent für Selbstklebetechnik. Die Unternehmensgruppe erzielte im Geschäftsjahr 2016 in drei Geschäftsbereichen mit 970 Mitarbeitern einen Umsatz von 321,5 Mio. €.
kb