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Informationen aus der Verpackungsbranche

Absatz der VWD-Mitgliedsunternehmen auf neuem Höchststand

Wellpappenindustrie wächst weiter

[img nm:20160317-vdw] Wie der VDW mitteilt, haben die Mit­glieder des Verbandes der Wellpappen-Industrie 2015 arbeits­täglich betrachtet ein Absatz­plus von 1,9 % erreicht. In absoluten Zahlen gemessen – also ohne arbeits­tägliche Bereini­gung – haben die VDW-Mitglieder 2015 knapp 7,5 Milliarden Quadrat­meter Well­pappe abgesetzt. Das waren 200 Millionen Quadrat­meter mehr als im Vorjahr und entspricht einer Steigerung von 2,7 %.

„Damit liegen wir deutlich über der Entwicklung des Brutto­inlandprodukts, das 2015 um 1,7 % zugenommen hat“, sagte Dr. Jan Klingele, Vorsitzender des VDW, auf der Jahres­presse­konferenz des Verbandes in Frankfurt. Der private Konsum, der das gesamt­wirtschaftliche Wachstum im vergangenen Jahr maßgeblich getrieben hat, wirkte sich auch auf den Absatz der Wellpappen­hersteller aus. „Über zwei Drittel der Waren, die Kunden im Einzel­handel oder online kaufen, werden in Wellpappe transportiert“, erläuterte Klingele. „Je mehr konsumiert wird, desto mehr Wellpappe verkaufen unsere Mitglieder.“

Entgegen der sehr guten Absatz­entwicklung ist es der Branche nicht gelungen, mit ihren Produkten mehr zu erlösen. „Im Gegenteil“, sagte Klingele, „die Durchschnitts­erlöse sanken im Jahresverlauf von 53,1 Cent im Januar um 1,2 Cent auf 51,9 Cent pro Quadratmeter im Dezember. Damit lagen die Preise für Wellpappen­erzeugnisse 2015 im Durchschnitt mit 52,8 Cent pro Quadratmeter um 1,6 % niedriger als 2014. Damals konnten unsere Mitglieder noch Erlöse von durchschnittlich 53,7 Cent erzielen.“ Auch der Umsatz blieb mit einem Plus von 1,2 % hinter den Erwartungen zurück.

Sorge bereiten der Branche nach wie vor die hohen Rohstoff­kosten. Bei dem mit Abstand wichtigsten Rohstoff, dem Wellpappen­rohpapier, hat sich der durch­schnittliche Einkaufs­preis gegenüber 2014 um 3,0 % nach oben bewegt. Betrachtet man darüber hinaus die Entwicklung seit 2011, dann haben sich die durch­schnittlichen Jahres­preise für Wellpappen­rohpapiere um 5,2 % verteuert. „Allein um diese Kosten­steigerungen zu kompensieren, wäre eine durch­schnittliche Erlöszunahme von 2,6 % nötig“, rechnete Klingele vor. „Tatsächlich gingen die Durch­schnittserlöse im selben Zeitraum jedoch um 3,3 % zurück.“

Für das laufende Jahr prognostiziert Klingele erneut ein Absatzplus. „Wir rechnen mit einem Anstieg um 1,4 %. Alle Zeichen deuten auch für 2016 auf eine anhaltend gute Kauflaune der Verbraucher hin.“ Klingele nannte den starken Konsum und insbesondere den anhaltenden Online-Boom als Basis für die positive Absatzerwartung der Wellpappenindustrie.

st