Informationen aus der Verpackungsbranche
[img nm:20160105-sonoco] Sonoco teilte Ende Dezember mit, in den Standort Zwenkau in Sachsen zu investieren, aber auch vorhabe, die Standorte Bunde sowie das Werk Hockenheim 3 schließen zu wollen. Diese Standorte ware 2014 mit der Übernahme der Weidenhammer Packaging Group an Sonoco gegangen. Als Grund der Werksschließungen wird von Sonoco die Neuauflage der Europäischen Tabakproduktrichtlinie genannt, welche einen signifikanten Auftragsrückgang im Bereich Verpackungen für Tabakprodukte zu Folge habe.
Das Werk im ostfriesischen Bunde verfügt derzeit über eine Produktionskapazität von 100 Millionen Verpackungseinheiten und das Werk Hockenheim 3 über eine Produktionskapazität von 130 Millionen Verpackungseinheiten. An beiden Standorten wären insgesamt bis zu 100 Arbeitnehmer von den Schließungen betroffen.
Sonoco weist darauf hin, dass die verbleibenden Werke in Europa über genügend Kapazität und nachhaltige Kostenstruktur verfügen, um einen Einfluß auf die Services für Kunden auszuschließen. Dies lässt darauf schließen, dass zum Abbau von Überkapazitäten die deutschen Standorte als am wenigsten rentabel betrachtet wurden.
Der Bereich Kombidosen soll mit einer Produktionskapazität von knapp 2 Milliarden Verpackungseinheiten in Europa aufrechterhalten bleiben.
So hat Sonoco weiter angekündigt, im Laufe der kommenden 12 Monate 6,5 Millionen Euro in den Standort im sächsischen Zwenkau zu investieren. Ziel der Investition sei die Steigerung der Produktionskapazität sowie der Umwelteffizienz der Produktion von Konsumgüterverpackungen aus Kunststoff.
„Während die geplante Schließung von Bunde und Hockenheim 3 eine schwierige Entscheidung ist, wird die Investition in Zwenkau unseren Standort dort zu einem der effizientesten deutschen Werke in unserer Branche machen“, so Séan Cairns, General Manager und Vice President von Sonoco Consumer Products Europe. „Mit dem Investitionsprogramm werden wir bereits Anfang 2016 beginnen und es gegen Ende des Jahres abschließen.“
kb