Informationen aus der Verpackungsbranche
[img nm:20150323-vdw-logo-300-80] Die Mitglieder des Verbandes der Wellpappen-Industrie (VDW) haben 2014 arbeitstäglich betrachtet einen Absatzzuwachs von 1,2 % erreicht. Dies gab Dr. Jan Klingele, Vorsitzender des VDW anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbandes bekannt. Den konjunkturellen Aufwind verdankt die Branche demnach der guten Konsumlaune privater Haushalte, einer gesteigerten Industrieproduktion sowie florierenden Exporten. In absoluten Zahlen gemessen, haben die im VDW organisierten Unternehmen im Jahr 2014 knapp 7,4 Mrd. qm Wellpappe abgesetzt. Das waren 120 Mio. qm mehr als 2013 und entspricht – in nicht arbeitstäglicher Betrachtung – einer Steigerung von 1,6 %.
[img nm:20150323-jan-klingele] Mit einer Steigerung von 2,3 % gegenüber 2013 fiel der Umsatz sogar noch etwas besser aus als der Wellpappenabsatz. Dieser erfreulichen Entwicklung stehen allerdings Belastungen der einzelnen Unternehmen gegenüber. So haben sich auf der Rohstoffseite die Kosten für Wellpappenrohpapier um rund 1 % nach oben bewegt. Negativ bemerkbar machen sich auch die Lohnstückkosten, die laut statistischem Bundesamt in Deutschland um 2,0 % gestiegen sind. Bei den Durchschnittserlösen verzeichneten die Wellpappenhersteller einen Zuwachs um 0,6 % gegenüber dem Wert von 2013 – allerdings mit beunruhigender Tendenz zum Jahresende. „Im Vergleich zum dritten Quartal gingen die Erlöse von Oktober bis Dezember um 1,3 % zurück", so der VDW-Vorsitzende.
Für das laufende Jahr rechnet Klingele mit einer weiter steigenden Nachfrage nach Wellpappenprodukten. „Die in den ersten Wochen des Jahres spürbar verbesserte Stimmung in der deutschen Wirtschaft bestätigt unsere Prognose vom Dezember 2014. Danach rechnen wir für das gesamte Jahr 2015 mit einem um 1,5 % höheren arbeitstäglichen Wellpappenabsatz als 2014."
Als einen der maßgeblichen Wachstumstreiber sieht Klingele auch für 2015 den privaten Konsum und dabei insbesondere den boomenden Online-Handel. Hier hat sich die Wellpappenindustrie als systemrelevanter Partner des Versandhandels etabliert.
Für das laufende Jahr plant der Verband u.a. intensivere Bemühungen um neue Auszubildende für die Branche. Gemeinsam mit der Stiftung Lesen sollen Verpackungsthemen so aufbereitet werden, das sie von Lehrern für die Unterrichtsgestaltung in der Mittelstufe genutzt werden können. Eine weitere Maßnahme des Verbandes ist die Durchführung der Zukunftsstudie „Supply Chain 2025“ (in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsinstitut). Neben einem Überblick über verpackungsrelevante Trends erhofft sich die Branche mit dieser Studie auch einen Ausblick auf zukünftiges Verbraucherverhalten und Expertenmeinungen zur Verpackung der Zukunft.
st