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Actega DS

Verschliessen ohne PVC

[img nm:20121212-provalin] Kunststoffe ersetzen schon seit langem in fast allen Lebensbereichen die traditionellen Materialien, weil sie oft preiswerter, flexibler, vielseitiger einsetz- und leichter ersetzbar sind. Jedoch stehen sie häufig deutlich in der Kritik. Allerdings nicht pauschal und in gleicher Heftigkeit. Zu den sichereren Alternativen zählen einerseits die biobasierten Polymere. Sie dürfen allerdings nicht mit toxischen Additiven oder Gen veränderten Organismen in Verbindung gebracht werden, denn dies kann wiederum den Umwelteinfluss nachteilig verändern. Aber auch die Gruppe der Polyolefine (Polyethylen - PE - und Polypropylene - PP) sowie Thermoplastischen Elastomere (TPE), die wiederum von einer Vielzahl an Werkstoffkombinationen zusammengesetzt sein können – im Wesentlichen aus der Gruppe der Polyolefine – zählen zu den annehmbaren Werkstofflösungen. Diese Kunststoffe sind auch deshalb empfehlenswert, weil sie auf Phthalate verzichten, ein reduziertes Verunreinigungspotenzial bei der Deponieentsorgung und ein deutlich geringeres Dioxinbildungspotenzial bei der Verbrennung haben. Die Materialien sind flexibel, vielseitig verwendbar, preiswert und können nahezu alle PVC-Anwendungen ersetzen.

PVC-frei und ohne Phthalate ist auch die Verschlussdichtungsmasse Provalin für alle Glaskonservendeckel, die von Actega DS entwickelt wurde. Schon vor vielen Jahren hat sich das Unternehmen für eine PVC-freie Strategie eingesetzt und insbesondere für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie Verschlusslösungen entwickelt, die u. a. auf Thermoplastischen Elastomeren basieren und von daher auch keine Phthalate benötigen. Inzwischen wird dieser Werkstoff auch für medizintechnische und pharmazeutische Applikationen und für die Kosmetikindustrie eingesetzt.

Mit Provalin ist ein großer Schritt in Richtung Lebensmittelsicherheit gelungen, den heute eine Vielzahl von Lebensmittelherstellern, Abfüllern und Handelsketten mitgehen. Während Kronkorken schon seit langem fast ausschließlich PVC-frei produziert werden, ging das Umdenken bei Gläserverschlüssen zunächst nur langsam voran. Heute allerdings findet man in Öl oder ölfrei eingelegte Gemüse und Antipasti, Fisch- und Fleischkonserven, Joghurts, Senf und Marmeladen, Würzsaucen, Käse, Obst und Brotstreiche und vieles mehr unter PVC-freien Deckeln. Da nahezu alle Anforderungen im Hinblick auf Füllgut, Abfüll- und Verschließprozessen - Heiß- wie Kaltabfüllung, Pasteurisation und Sterilisation eingeschlossen -, Lagerung sowie Verschlussgrößen erfüllt, alle Arten von Füllgütern sicher über das gesamte MHD verpackt werden können, kann heute nach Aussagen des unternehmens ein Großteil des Bedarfs im Markt abgedeckt werden. Und der ist mit rund 20 Mrd. Verschlüssen jährlich für Konservengläser allein in Europa enorm.