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Europäische Tubenindustrie boomt in 2010

[img nm:20110328-etma] Mit einer Gesamtproduktion von rund 10,5 Mrd. Tuben konnten die in der etma organisierten Tubenhersteller im Jahr 2010 ein Marktwachstum von 10 Prozent und ein neues Rekordergebnis erzielen, wie der Verband mitteilt. Dabei konnten sowohl Aluminium- und Laminattuben mit einem Plus von jeweils 9,4 Prozent als auch Kunststofftuben mit einem Zuwachs von 11,6 Prozent zufriedenstellende Wachstumsraten erzielen. Keine Änderungen gab es bei den Anteilen der einzelnen Tubenarten am Gesamtproduktionsvolumen. Der Anteil von Aluminiumtuben verharrte bei 40 Prozent, während sich die verbleibenden 60 Prozent gleichmäßig auf Kunststoff- und Laminattuben aufteilten.

Die Absatzmärkte für Tuben hingegen entwickelten sich mit einer unterschiedlichen Dynamik. Die Kosmetik als Hauptabsatzmarkt, der in 2009 noch deutliche Einbußen zu verzeichnen hatte, konnte dank eines soliden Wachstums unter anderem bei Haarfarben um 11,4 Prozent zulegen. Die Ablieferungen in den Zahnpastamarkt, der als zweitgrößtes Segment in 2009 keine Einbußen zu verzeichnen hatte, konnten um 6 Prozent wachsen, und die Pharmazie als drittgrößter Absatzmarkt legte um 9,5 Prozent zu. Die Ablieferungen in die Lebensmittelindustrie, die sogar im Krisenjahr 2009 leichte Zuwächse erzielen konnte, setzte auch in 2010 das Wachstum mit einem Plus von 9,2 Prozent fort. Und auch der mengenmäßig kleinste Absatzmarkt für Haushalts- und chemisch-technische Produkte konnte nach einem einstelligen Nachfragerückgang in 2009 im Jahr 2010 ein Wachstum von 21,5 Prozent erzielen.

"Insgesamt können wir mit der Markentwicklung in 2010 sehr zufrieden sein", resümiert etma Präsident Martin Hintz. Zahlreiche Innovationen in den Bereichen Dekoration und Verschlüsse haben zu einer erhöhten Attraktivität der Verpackung im Verkaufsregal und zu einer noch leichteren und präziseren Produktapplikation beigetragen."

Auch der Start in das Jahr 2011 entwickelt sich laut etma positiv. Die Auftragseingänge in den ersten drei Monaten zeigen in Europa deutlich nach oben, so dass die Produktionskapazitäten gut ausgelastet sind. Die Entwicklung der Rohstoffkosten bereitet der Tubenindustrie allerdings Sorgen. So haben sich zum Beispiel die Preise für Aluminium, Kunststoffe und Papier seit Januar 2009 fast verdoppelt, was massiv auf die Margen der Tubenindustrie drückt, wie es heißt.

st