Informationen aus der Verpackungsbranche
[img nm:20100917-etma] Nach Informationen der etma (Vereinigung der europäischen Tubenindustrie) ist diese Branche nach der Nachfragedelle im Jahr 2009 wieder kräftig durchgestartet. Im ersten Halbjahr 2010 legte die Produktion der etma-Mitgliedsfirmen insgesamt um 12 Prozent auf 5,5 Milliarden Tuben zu. Heruntergebrochen auf die Materialien konnten Aluminiumtuben um 14 Prozent, Kunststofftuben um 11 Prozent und Laminattuben, die die Krise in 2009 ohne Verluste gemeistert hatten, um immerhin 9 Prozent zulegen. Die Anteile der einzelnen Tubenarten an der Gesamtproduktion blieben mit 42 Prozent für Aluminiumtuben und jeweils 29 Prozent für Laminat- und Kunststofftuben weitgehend unverändert. Damit liegt die Produktion nach dem konjunkturell für die Branche äußerst schwierigen Jahr 2009 bereits wieder leicht über dem Rekordergebnis des Jahres 2008. Der Erfolg des Packmittels Tube ist nach Verbandsaussage insbesondere auf eine deutlich lebhaftere Nachfrage aus dem Kosmetiksektor mit einem Plus von 15 Prozent sowie einer stabilen Nachfrage aus den Bereichen Pharmazie, Lebensmittel und Zahnpflege zurückzuführen. "Die Kunden sind wieder zuversichtlicher, wenngleich die Aufträge nach wie vor relativ kurzfristig und in kleinen Losgrößen platziert werden. Hohe Flexibilität und eine intelligente Produktionsplanung sind also derzeit höchstes Gebot in der Branche", sagt etma-Präsident Martin Hintz.
Aufgrund der lebhafteren Nachfrage kommt es bei einigen Rohstoffen und Vorprodukten wie zum Beispiel Aluminiumbutzen, Kunststoffgranulat, Lacken und Verschlüssen zu deutlichen Preissteigerungen, die der Industrie zu schaffen machen und die Margen unter Druck setzen. In der Tubenbranche betragen die Lieferzeiten abhängig vom Tubenmaterial und Durchmesser bis zu 12 Wochen. Derzeit erwartet die Branche nicht, dass die hohe Nachfrage nach Tuben bis Ende des Jahres 2010 nachlassen wird. Demnach ist sie optimistisch, dass das Ergebnis des Rekordjahres 2008 sogar übertroffen werden kann.
st