Informationen aus der Verpackungsbranche
[img nm:20100912-fraunhofer] Am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden ist eine Messtechnik entwickelt worden, die Aussagen über die Dichte einer Verpackungsfolie liefern kann, von der eine Ultrabarrierewirkung verlangt wird: Es können Messungen im Bereich von 1 - 10 µg H
Die Dresdener Forscher des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS haben in enger Kooperation mit der Dresdner Firma SEMPA Systems ein Messsystem entwickelt, das diesen Traum Realität werden lässt. Der Schlüssel zum Erfolg war die Verwendung eines Laserstrahls, um die wenigen permeierten Wasserdampfmoleküle zu zählen. Die Bestimmung der sogenannten Permeationsrate von weniger als 100 µg Wasserdampf pro Tag und pro Quadratmeter Folienfläche gelingt, wenn mit Hilfe der Laserstrahllichtschranke unter den vorhandenen 1 Mrd. Molekülen genau die 100 bis 1000 Wasserdampfmoleküle, die die Folie passiert haben, sicher gezählt werden können. Die Dresdner Forscher konnten erstmals zeigen, dass das von Ihnen entwickelte Gerät Nachweisempfindlichkeiten im "10+-5+ er Bereich", d.h. < 100 µg erreicht. Harald Beese, der maßgeblich diese Entwicklung vorangetrieben hat und derzeit am Fraunhofer-Institut zu diesem Thema seine Doktorarbeit schreibt, ist stolz auf das Durchbrechen dieser magischen Grenze, schaut aber bereits in die Zukunft: "Die neuartige Messtechnologie bündelt eine Vielzahl Vorteile für die Permeationsratenmessung, selbst die nächste Größenordnung von 10+-6+ g Wasserdampf pro Tag und m2 könnte in naher Zukunft messbar werden". Bis dahin sollen jedoch schon längst die ersten 10+-5+ er "HiBarSens"-Geräte (High Barrier Sensor) durch das kooperierende Unternehmen SEMPA Systems am Markt angeboten werden.
st