Informationen aus der Verpackungsbranche
[img nm:20101207-fkur] Die Unternehmen FKuR, Willich, und Synbra, Etten Leur/NL, wollen mit der neuen Generation von GMO-freien (Gen-modifizierte Organismen) und hitzebeständigen PLA-Compounds wesentliche Verbesserungen für die Praxis realisieren. Nach ersten vielversprechenden Entwicklungsarbeiten hat FKuR mit systematischen Tests der zweiten PLA-Generation von Synbra begonnen. Diese wird in der neuen Anlage von Synbra in Etten Leur mit einer Jahreskapazität von 5.000 Tonnen produziert. Das genutzte Lactid-Monomer auf Basis von nicht gentechnisch modifizierten Agrarrohstoffen wird von Purac im Fermentationsprozess hergestellt.
Die Entwicklungspartner erwarten ein verstärktes Wachstum, da insbesondere Markenartikler und Einzelhändler in Westeuropa an dem Einsatz von GMO-freien Rohstoffen interessiert sind. Darüber hinaus zielen FKuR und Synbra auf Anwendungen ab, welche Biokunststoffen aufgrund der fehlenden Temperaturbeständigkeit bisher verschlossen waren. Durch die Compoundierung von nahezu 100 % reinem PLLA mit PDLA kann ein PLA Stereokomplex hergestellt werden, der die Eigenschaften der einzelnen Homopolymere noch übertrifft. Die Schmelzetemperatur dieses Komplexes liegt bei rund 220°C, d. h. 50°C höher als bei herkömmlichem PLA. Aus diesem Grunde plant FKuR in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT die Entwicklung einer neuen Generation von Hochleistungs-Biocompounds.
In Anerkennung der Reinheit und der eingesetzten Rohstoffe, wurde Synbras hochreines PLA sowie das BioFoam+®+ von EPEA in Hamburg als "Cradle to Cradle SM" zertifiziert. Es ist somit das weltweit erste und einzige PLA, das zertifiziert wurde, wie es von FKuR heißt.
st