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Nachlese K 2010

K Nachlese: Windmöller & Hölscher

[img nm:20101115-windmoeller] Untersuchungen haben gezeigt, dass Optimierungsversuche bei 3-Schicht-Verbunden irgendwann an ihre Grenzen stoßen. Durch den Einsatz zusätzlicher, sogenannter funktionaler Zwischenschichten ist es nun möglich, die Leistungsfähigkeit weiter zu steigern. Dies führte zu der Entwicklung innovativer Folienstrukturen auf polyolefinischer Basis. Für die Herstellung dieser neuen Folien hat W&H seine Blasfolienanlage Varex für die Extrusion von Polyolefinen optimiert und den neuen 5-Schicht-Blaskopf Maxicone P entwickelt. Obwohl die Entwicklung dieser innovativen Folienstrukturen noch im Anfangsstadium ist, zeigen die ersten Versuche mit Exeed™ und Enable™ metallocene Polyethylene auf der neuen Anlage vielversprechende Resultate für anspruchsvolle Folien in den Bereichen Feinschrumpf- und Kaschierfolien sowie Folien für Schwergutsäcke, wie die Maschinenbauer versichern.

Die Messeanlage, die sich schon auf den ersten Blick durch ihren neuen, spektakulären Design-Turm abhob(er ragte bis auf 50 cm an die Hallendecke heran), ist mit fünf Varex-Extrudern (70/70/105/70/70.30D) mit Hochleistungs-Low-Temperature-Schnecken für Poloylefine ausgestattet und hat eine Arbeitsbreite von 2.200 mm. Der Folienrezeptur entsprechend - und damit im Gegensatz zu üblichen Barriereanlagen - ist der größte Extruder für die Mittelschicht vorgesehen. Der neue Maxicone P-Blaskopf wurde speziell für diese Produkte mit extrem dicken Mittelschichten optimiert. Er zeichnet sich durch seine sehr kompakte Bauweise und das spezielle Design des Spiralwendelverteilers aus. Das sichert extrem kurze Schmelzewege, eine minimale Verweildauer, geringe Druckverluste und hohe Durchsatzleistungen sowie eine sehr hohe Flexibilität.

Ganz entscheidend für die hohe Ausstoßleistung ist der Hochleistungskühlring Opticool, der Nachfolger des W&H-Doppelstockkühlrings Multicool D. Dank einer optimierten Luftführung, die dazu beiträgt, Einströmverluste der Luft zu minimieren, hat der Opticool eine sehr hohe Kühlleistung und ermöglicht dadurch deutlich mehr Ausstoß, als man es von Doppelstockkühlringen kennt.

Einen großen Beitrag zur Anlageneffizienz leisten nach Herstellerangaben auch die Module "Easy-Change" und "Profile Booster". Während Ersteres bei einer Formatänderung vom Extruder über den Kalibrierkorb bis hin zum Wickler vollautomatisch die Umstellung aller in die Automation eingebundenen Anlagenkomponenten übernimmt, sorgt der Profile Booster für eine schnellere Düsenanregelung, so dass die Zeit bis zum Erreichen der Gutproduktion um mehr als 60% reduziert werden kann, und somit idealerweise auch 60 % weniger Abfall anfallen.

Nach der K 2010 wird die Messeanlage, erweitert auf eine 7-Schicht-Anlage, an die amerikanische Firma Danafilms Inc. ausgeliefert.

st